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Frühjahrstagung der DEMETER-ImkerInnen in Bayern

Frühjahrstagung der DEMETER-ImkerInnen in Bayern am Sonntag, 28. Februar 2016 von 9.00 – 17.00 Uhr an der Freien Waldorfschule Landsberg/Lech Einladung als PDF zum download Die Arbeitsgruppe der Demeter-ImkerInnen in Bayern lädt recht herzlich ein zu unserem Frühjahrstreffen zum Thema: „Varroa“ Der aktuell verbreitete Umgang mit der Varroamilbe basiert auf deren „Bekämpfung“. Die dafür verwendeten „Bienenarzneimittel“, wie synthetischen Pestizide oder – wie auch in der Ökoimkerei praktiziert – mit organischen Säuren und Thymol schwächen oder schädigen auch das Bienenvolk selbst. Gibt es zu diesem Säurebekämpfungskonzept alternative Ansätze im Umgang mit der Varroa? Wie könnten solche Konzepte entwickelt werden oder aussehen? Was wurde bereits versucht und mit welchem Erfolg? Diesen und anderen Fragen wollen wir an diesem Tag nachspüren. Referenten: Dr. med. Ralf Höling, Imker und Arzt aus München wird uns in seinem Vortrag Beispiele varroatoleranter Bienenpopulationen auf der ganzen Welt vorstellen und was wir von diesen lernen können. Norbert Poeplau, Imkermeister bei Mellifera e.V. stellt uns aktuelle und bereits abgeschlossene Varroaprojekte, die an der Fischermühle untersucht wurden, vor. Aber auch seine Gedanken, was sinnvolle Zielsetzungen …

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Das Verschwinden der Honigbiene

  von Johanna von Halem Das Verschwinden der Honigbiene leistet einen beispiellosen Beitrag zur ökologischen Verunsicherung der Bevölkerung Europas. Bei keinem anderen Wildtier erzeugt der Kampf ums Ãœberleben einen vergleichbaren medialen Aufschrei, ist die Biene ja nicht nur für unsere Wirtschaft unverzichtbar, sondern auch maßgeblich für unser Ãœberleben. Dieses kleine Tier hat die Entwicklung der Menschheit mitgeprägt, ihr die Intelligenz der Natur auf vielerlei Weisen vor Augen geführt. Umso schmerzlicher ist, daß wir dem Aussterben der Honigbiene, sowie 52% unserer Wildbienenarten, weitgehend hilflos gegenüberzustehen scheinen. Zuletzt öffnet ihr Verschwinden den Blick für die Komplexität unseres Ökosystems Erde. Hier hängt das Ãœberleben einer Spezies an einem dynamischen Geflecht, bestehend aus beständigem Austausch zwischen/unter Lebewesen und deren Umwelt. Der Gesamtmechanismus Leben besteht also aus einer Vielfalt ineinander übergreifender Lebensgrundlagen. Wird eine davon geschädigt oder isoliert, sind die Konsequenzen weitreichend. Es ist wohl die größte Herausforderung unserer Zeit, stattdessen dieses Gefüge ganzheitlich wahrzunehmen. Wir sehen unsere Kulturlandschaft zerschnitten im steten Konflikt zwischen Nützen und Schützen. Beinahe jeder Blühstreifen ist ein erzwungener Kompromiss zwischen den Interessen von Landwirten und …

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Wesensgemäße Bienenhaltung

Die Imkerei kennt viele Betriebsweisen. Meine Betriebswiese, die wesensgemäße Bienenhaltung, orientiert sich an dem natürlichen Verhalten der Biene und stärkt durch bedachtes Handeln, Gesundheit und Vitalität den Bien. Ich verzichte auf den Einsatz von rückstandsbildenden Chemikalien und auf eine künstliche Selektion. Wesensgemäße Bienenhaltung ist nichts Fertiges, sie ist kein Rezept oder gar eine Imkerei nach Vorschriften. Sie folgt einem undogmatischen inneren Leitbild, welches sich jeder nur selbst durch die Frage nach dem Wesen des Bienenvolkes erarbeiten kann. So bleibt wesensgemäße Bienenhaltung in Entwicklung. Ihre Grundsätze sind in verschiedenen Bienenwohnungen und Betriebsweisen realisierbar. (aMellifera e.V.) Als soziale Insekten bilden Bienen ein Ganzes, vergleichbar mit einem Organismus. Es geht nicht nur um die einzelne Biene, sondern immer auch um den gesamten Organismus. Ich versuche dem Wesen des „Bien“ *) gerecht zu werden. Dieses Wesen ist nicht einfach zu fassen. Der Bienenorganismus ist nicht klar im Raum begrenzt und hat eine wechselnde Gestalt. Die Sammelbienen fliegen viele Kilometer weit und dehnen so die Struktur des Volkes in die Landschaft hinein aus. Im Schwarm (der Geburt eines neuen Bienenvolkes) …