Alle Artikel in: Imkereiwissen

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Wesensgemäße Bienenhaltung

Die Imkerei kennt viele Betriebsweisen. Meine Betriebswiese, die wesensgemäße Bienenhaltung, orientiert sich an dem natürlichen Verhalten der Biene und stärkt durch bedachtes Handeln, Gesundheit und Vitalität den Bien. Ich verzichte auf den Einsatz von rückstandsbildenden Chemikalien und auf eine künstliche Selektion. Wesensgemäße Bienenhaltung ist nichts Fertiges, sie ist kein Rezept oder gar eine Imkerei nach Vorschriften. Sie folgt einem undogmatischen inneren Leitbild, welches sich jeder nur selbst durch die Frage nach dem Wesen des Bienenvolkes erarbeiten kann. So bleibt wesensgemäße Bienenhaltung in Entwicklung. Ihre Grundsätze sind in verschiedenen Bienenwohnungen und Betriebsweisen realisierbar. (aMellifera e.V.) Als soziale Insekten bilden Bienen ein Ganzes, vergleichbar mit einem Organismus. Es geht nicht nur um die einzelne Biene, sondern immer auch um den gesamten Organismus. Ich versuche dem Wesen des „Bien“ *) gerecht zu werden. Dieses Wesen ist nicht einfach zu fassen. Der Bienenorganismus ist nicht klar im Raum begrenzt und hat eine wechselnde Gestalt. Die Sammelbienen fliegen viele Kilometer weit und dehnen so die Struktur des Volkes in die Landschaft hinein aus. Im Schwarm (der Geburt eines neuen Bienenvolkes) …

Schutz für gefährdete Wildbienen

von Juliane Winter 23.01.2015 Das Thema Schutz für gefährdete Wildbienen ist nicht einfach. Aber allgemein für Wildbienen etwas zu tun, ist nicht sehr schwer. Bienenhotels (aber richtig gemacht – es gibt viel Verkehrtes, das nicht besiedelt wird) sind wohl nicht so schwer zu bauen, wenn man handwerklich ein wenig geschickt ist. Einfach Totholz liegen lassen kann auch schon viel helfen. Werner David hat hier ein interessantes Büchlein geschrieben, wie lebendig Totholz ist: „Lebensraum Totholz“ von Werner David. Außerdem ließen sich, wer Gelegenheit dazu hat, wildbienenfreundliche Pflanzen und Bäume anbauen. So ist z.B. die Weide ein Baum, der sowohl Honigbienen als auch Wildbienen frühzeitig im Jahr reichlich Nahrung bietet. Helmut und Margrit Hintermeier haben hierzu ein Buch geschrieben: „Die Weide – Baum und Strauch für Tier und Mensch“. Die beiden haben auch vier Bücher herausgebracht mit dem Titel: „Blütenpflanzen und ihre Bestäuber“. Dort kann man auch nachlesen, welche Blüten besonders für Wildbienen (aber auch für Schmetterlinge, Vögel und sonstige Bestäuber) attraktiv sind. Wenn man gezielt gefährdete Wildbienen schützen will, ist das vielleicht nicht so einfach: Oft …