Alle Artikel in: Ökologie

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„song for the last queen“

Ein künstlerisches Werk von Sybille Neumeyer, ausgestellt in der Galerie Renate Bender in München, Türkenstraße 11. Ca. 1500 tote Bienen, fixiert in kleinen Glasröhrchen, gefüllt mit Akazienhonig, zusammengefügt zu einem 150cm x 320cm großem Bild. Durch die unterschiedlichen Positionen der einzelnen Bienen ergibt sich ein übergroßes Notenblatt. Was es mit dieser Notation aufsich hat, erfahren wir am 14. April um 19 Uhr beim Bender Talk:….Von Bienen und Kunst. Neben der anwesenden Künstlerin wird ein A-Capella-Quartett zur musikalischen Entschlüsselung dieses Bienencodes beitragen. Ein Lied für die letzte Königin – eine Provokation oder ein Hinweis auf das Unausweichliche. Die Menschen zerstören die Natur und im Endeffekt ihre eigenen Lebensgrundlagen. Die Bienen zeigen nach ihrem natürlichem Tode  uns den Zustand unserer Umwelt mit ihrem letzten Song an. Beeindruckend! Mit Sybille Neumeyer stellen noch sechs weitere KünsterInnen Ihre Werke „über den richtigen Einsatz von Wachs“ aus. IKARUS – DER ZWEITE VERSUCH heisst das gesamte Projekt der galeriebender.de Bienen bauen zb eine Wachwabe in einen Keilrahmen von Tim Ulrichs. Sie füllen die Zellen mit Honig und verschliesen ihn mit einem …

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Frühlingsboten

Pünktlich zum Frühlingsanfang hält die Sal-Weide ihren Nekatrtrunk für die Bienen bereit. Die Temperaturen sind aber noch nicht soweit, dass die Bienen problemlos ausfliegen können. Mancherorts bei Sonnenschein und Windstille wagen sie sich an diese wichtige Nektarquelle. Erste Wachszellen füllen sich damit. Eine erste Kontrollrunde zeigt eine gute Überwinterung.  Die Bienenkisten werden gewogen um den Anteil des Winterfutters festzustellen. Genügend Voräte lassen mich beruhigt schlafen. In zwei bis drei Wochen sollten die Bienen bei ausreichenden Temperaturen auf neue gesammelten Nektar ihre Brut nähren.

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Das Verschwinden der Honigbiene

  von Johanna von Halem Das Verschwinden der Honigbiene leistet einen beispiellosen Beitrag zur ökologischen Verunsicherung der Bevölkerung Europas. Bei keinem anderen Wildtier erzeugt der Kampf ums Ãœberleben einen vergleichbaren medialen Aufschrei, ist die Biene ja nicht nur für unsere Wirtschaft unverzichtbar, sondern auch maßgeblich für unser Ãœberleben. Dieses kleine Tier hat die Entwicklung der Menschheit mitgeprägt, ihr die Intelligenz der Natur auf vielerlei Weisen vor Augen geführt. Umso schmerzlicher ist, daß wir dem Aussterben der Honigbiene, sowie 52% unserer Wildbienenarten, weitgehend hilflos gegenüberzustehen scheinen. Zuletzt öffnet ihr Verschwinden den Blick für die Komplexität unseres Ökosystems Erde. Hier hängt das Ãœberleben einer Spezies an einem dynamischen Geflecht, bestehend aus beständigem Austausch zwischen/unter Lebewesen und deren Umwelt. Der Gesamtmechanismus Leben besteht also aus einer Vielfalt ineinander übergreifender Lebensgrundlagen. Wird eine davon geschädigt oder isoliert, sind die Konsequenzen weitreichend. Es ist wohl die größte Herausforderung unserer Zeit, stattdessen dieses Gefüge ganzheitlich wahrzunehmen. Wir sehen unsere Kulturlandschaft zerschnitten im steten Konflikt zwischen Nützen und Schützen. Beinahe jeder Blühstreifen ist ein erzwungener Kompromiss zwischen den Interessen von Landwirten und …

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Wesensgemäße Bienenhaltung

Die Imkerei kennt viele Betriebsweisen. Meine Betriebswiese, die wesensgemäße Bienenhaltung, orientiert sich an dem natürlichen Verhalten der Biene und stärkt durch bedachtes Handeln, Gesundheit und Vitalität den Bien. Ich verzichte auf den Einsatz von rückstandsbildenden Chemikalien und auf eine künstliche Selektion. Wesensgemäße Bienenhaltung ist nichts Fertiges, sie ist kein Rezept oder gar eine Imkerei nach Vorschriften. Sie folgt einem undogmatischen inneren Leitbild, welches sich jeder nur selbst durch die Frage nach dem Wesen des Bienenvolkes erarbeiten kann. So bleibt wesensgemäße Bienenhaltung in Entwicklung. Ihre Grundsätze sind in verschiedenen Bienenwohnungen und Betriebsweisen realisierbar. (aMellifera e.V.) Als soziale Insekten bilden Bienen ein Ganzes, vergleichbar mit einem Organismus. Es geht nicht nur um die einzelne Biene, sondern immer auch um den gesamten Organismus. Ich versuche dem Wesen des „Bien“ *) gerecht zu werden. Dieses Wesen ist nicht einfach zu fassen. Der Bienenorganismus ist nicht klar im Raum begrenzt und hat eine wechselnde Gestalt. Die Sammelbienen fliegen viele Kilometer weit und dehnen so die Struktur des Volkes in die Landschaft hinein aus. Im Schwarm (der Geburt eines neuen Bienenvolkes) …

Schutz für gefährdete Wildbienen

von Juliane Winter 23.01.2015 Das Thema Schutz für gefährdete Wildbienen ist nicht einfach. Aber allgemein für Wildbienen etwas zu tun, ist nicht sehr schwer. Bienenhotels (aber richtig gemacht – es gibt viel Verkehrtes, das nicht besiedelt wird) sind wohl nicht so schwer zu bauen, wenn man handwerklich ein wenig geschickt ist. Einfach Totholz liegen lassen kann auch schon viel helfen. Werner David hat hier ein interessantes Büchlein geschrieben, wie lebendig Totholz ist: „Lebensraum Totholz“ von Werner David. Außerdem ließen sich, wer Gelegenheit dazu hat, wildbienenfreundliche Pflanzen und Bäume anbauen. So ist z.B. die Weide ein Baum, der sowohl Honigbienen als auch Wildbienen frühzeitig im Jahr reichlich Nahrung bietet. Helmut und Margrit Hintermeier haben hierzu ein Buch geschrieben: „Die Weide – Baum und Strauch für Tier und Mensch“. Die beiden haben auch vier Bücher herausgebracht mit dem Titel: „Blütenpflanzen und ihre Bestäuber“. Dort kann man auch nachlesen, welche Blüten besonders für Wildbienen (aber auch für Schmetterlinge, Vögel und sonstige Bestäuber) attraktiv sind. Wenn man gezielt gefährdete Wildbienen schützen will, ist das vielleicht nicht so einfach: Oft …